Strategie und Umsetzung

Der Bundesrat und die Schweizerische Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz BPUK haben am 11.12.2020 resp. 17.09.2020 die «Strategie Geoinformation Schweiz» verabschiedet. Darin legen sie dar, wie sie aktuelle, verlässliche Geoinformationen vernetzen und für alle einfach zugänglich machen wollen. 

Strategie Geoinformation Schweiz

Strategy Geoinformation Switzerland
Strategy Geoinformation Switzerland

Geoinformationen werden für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und im Alltagsleben immer wichtiger. Als Teil der Digitalisierung beschleunigt die Geoinformation den Wandel zur Wissensgesellschaft. Zudem steigert die Digitalisierung die Verfügbarkeit und Vielseitigkeit von Daten mit räumlichem Bezug. Damit erhalten die Nutzenden neue Möglichkeiten, um aus Daten relevantes Wissen zu gewinnen.

Mit der «Strategie Geoinformation Schweiz» wollen Bund und Kantone gemeinsam mit allen Beteiligten verlässliche, detaillierte, aktuelle und interoperable Geoinformationen zugänglich machen. Sie sollen allen Nutzenden einfach, wo sinnvoll in Echtzeit und vernetzt zur Verfügung stehen. Das «Ökosystem Geoinformation» trägt damit zum Schutz von Raum und Umwelt, zur Wahrung gesellschaftlicher Interessen, zu einer leistungsfähigen Wirtschaft und zu einem stabilen Staatswesen bei.

Vision

Mit der Vision: Von Geodaten zu Wissen: Vernetzte und geolokalisierte Informationen für die Schweiz erhält die Geoinformationsgemeinschaft ihre neue Vorstellung über die Richtung, in die sie sich entwickeln soll.

Dazu wird beabsichtigt, die laufende Konsolidierung der Nationalen Geodaten-Infrastruktur fortzusetzen. Diese soll sich zu einer kollaborativen Plattform entwickeln, auf welcher Daten gemeinsam produziert und geteilt werden. Die Plattform ermöglicht und beschleunigt dann die Entstehung neuen Wissens in Bezug auf unseren Lebensraum.

Sieben Aktionsfelder

In sieben Aktionsfeldern werden die Hauptrichtungen der Geoinformationstätigkeiten für die kommenden Jahre definiert:

  • Fördern des Ökosystems Geoinformation als ein koordiniertes Gemeinschaftswerk von Behörden aller Verwaltungsebenen sowie von Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik durch Zusammenarbeit und aktive Dialogbereitschaft;
  • Bereitstellen geeigneter, verlässlicher und verknüpfbarer Geodaten in gebrauchstauglicher und langfristig nutzbarer Form für alle Nutzenden;
  • Erleichtern von Geschäftsprozessen durch Integration des Raumbezugs mittels durchgängiger, automatisierter Abläufe und Orientierung an den Bedürfnissen der Nutzenden;
  • Entwickeln und Nutzen von Geodata Science durch die Erweiterung von Fachkenntnissen in der Geodatenanalyse sowie der Entwicklung und Verwendung von Algorithmen;
  • Fördern von Innovation durch die Verbesserung der Rahmenbedingungen und Prozesse, damit neue Ideen, Ansätze und Konzepte erprobt und implementiert werden können;
  • Aufbauen und Stärken von Kompetenzen bei Spezialistinnen und Spezialisten zum Verständnis der Geoinformation und zur Gestaltung des digitalen Wandels sowie der Förderung des Wissens über die Nutzung der Geoinformationen;
  • Schaffen leistungsfähiger, offener und gemeinsam nutzbarer digitaler Geoplattformen, die auf standardisierten und vernetzten Geodaten, Geoinformationen und Geodiensten basieren.

Umsetzung

Verantwortlich für die Umsetzung ist das Koordinationsorgan für Geoinformation des Bundes GKG in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz BPUK. Die beiden Organe setzen die Strategie gemeinsam mit den Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie den Bürgerinnen und Bürgern um.

Als Instrument für die Umsetzung der Strategie wird gemeinsam mit Fachleuten aller Verwaltungsebenen im Sinne einer rollenden Planung ein Aktionsplan mit Umsetzungszielen und Massnahmen erstellt.

Download

Strategie Geoinformation Schweiz (Textdokument)

Strategie Geoinformation Schweiz (bebildert)